Schnelle Skizzen, belangloses Gekritzel: Sie alle gelingen. Sie strotzen vor Spontanität und fliessen über vor Dynamik. Sie treffen den Nagel auf den Kopf, als könnten sie nicht anders.
Dagegen sind Reinzeichnungen steif und starr. Ihr Ausdruck ist zwischen erster Euphorie und ehrgeizigem Qualitätsanspruch auf der Strecke geblieben – ja, der Konzentriertheit zum Opfer gefallen.
Was, wenn es möglich wäre, die Qualität einer flüchtigen Zeichnung in eine zu übertragen, die gewöhnlich eine ruhende ist? Was, wenn es gelänge, die eigene Sorgfalt zu überlisten?
Dieses Buch mit dem Titel «Hast du mal eben 192 Sekunden?» will genau das tun: Indem es die maximale Betrachtungsdauer jeder Doppelseite genau vorgibt, entzieht es sich geschickt einer eingehenden Betrachtung und damit einer Bewertung durch seine Betrachterinnen und Betrachter.